Claudia Erbelding

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Namibia

Claudia Erbelding

Fesselstein, Bondage, Pyrenäen

Claudia Erbelding

Carmen, München Gärtnerplatztheater

Claudia Erbelding

Löwenzahn

Claudia Erbelding

Glockenrebe

Über die Künstlerin

Claudia Erbelding

 

Der Weg

Fasziniert von Natur und allem Lebendigen stürzte ich mich in jungen Jahren in ein Biologiestudium an der TUM in München. Ich wollte so viel wie möglich über unseren Lebensraum Erde und unsere Mitlebewesen lernen. Meine naturwissenschaftliche Karriere beendete ich nach dem Postdoktorat mit dem Eindruck, dass ich mit diesem Ansatz in meiner Entwicklung nicht mehr weiterkomme[CE1] .

 

Um mehr Ganzheitlichkeit in mein Leben zu bringen, renovierte ich mit meinem Mann ein altes Bauernhaus und zog eigenes Gemüse und Kinder auf. Meinen Lebensunterhalt verdiente ich als betriebswirtschaftliche Assistentin, als Webdesigner und Content Manager.

 

Die Motivation

Umgeben von der natürlichen und spirituellen Schönheit der bayerischen Landschaft suchte ich neue Wege dem Leben noch näher zu kommen.

Natur lässt sich nicht durch das Wissen der Funktionen und inneren Strukturen begreifen. Sie wirkt auf alle Sinne ein, selbst Übersinnliches[CE2]  lässt sich erfahren.

 

Als routinierter Fotograf entwickelt man einen Blick für Formen und Farben und deren Zusammenspiel. Der Fotoapparat gibt zunächst nur Optisches wieder. Unser Gehirn hat aber eine Vielzahl an Reizen aufgenommen, zum Beispiel akustische und taktile. Zur Verdeutlichung dieser Eindrücke erstelle ich digitale Collagen bei denen Lebewesen und andere symbolhafte Artefakte in die fotografierte Landschaft eingearbeitet sind. Das Ergebnis ist eigentlich schon ein Kunstwerk. Und doch kann man mit der Malerei noch einen Schritt weitergehen. Die Wissenschaft zeigt uns immer mehr Beispiele von Dingen die unser Gehirn tut, ohne dass wir uns derer bewusst sind. Reize werden verarbeitet und mit anderen Erfahrungen verknüpft. So weiche ich während des Malprozesses von meiner Collage ab, da die unterbewusst aufgenommen Eindrücke und Verknüpfungen meine Hand steuern. Jedes meiner Bilder erhält einen surrealen Touch und ich bin oft erstaunt, was sich auf der Leinwand herauskristallisiert.

 

Die Technik

Kurse in Akt- und abstrakter Malerei mit Acrylfarben und fotorealistischer Malerei mit Öl legten den Grundstein. Recherche und autodidaktische Übungen führten mich weiter, zuletzt zur Enkaustik. Enkaustik war schon in der Antike bekannt. Die Griechen und Römer malten mit der Mischung aus Bienenwachs, Dammar (Baumharz) und Pigmenten. In eine dicke Wachsschicht eingelagert können die Pigmente von allen Seiten beleuchtet werden. Dadurch erhalten die Bilder eine sprühende Farbigkeit und Leuchtkraft. Das Wachs kann heiß mit dem Pinsel gemalt, gespachtelt oder gegossen werden. Es kann abgekratzt und graviert werden. Lasierend gemalt können mit mehreren Farbschichten und Farbgrundierungen sehr aufregende Effekte erzielt werden.

 

Ausstellungen

2008-2017: Viele Ausstellungen in Bayern: Dachau, Diessen, Waal, Landsberg, Denklingen, Augsburg

2018: 22. Kunst Innsbruck, Österreich (25.01.-01.08.), ARTBOX.PROJEKT New York 1.0 (5.3-16.3), 20. Art Berlin City (26.05.-10.6.), „Unter Wasser“ Orangerie München (16.12.-3.1.19)

Ganzjährige Ausstellung in eigener Galerie und Atelier in Denklingen, Kirchplatz 4a, 86920 Denklingen. Nach Voranmeldung

Homepage: http://www.erbelding-denk.de